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Kräuter frisch halten: Basilikum, Petersilie und Schnittlauch richtig lagern

Ein halber Bund Petersilie muss nicht im Gemüsefach verschwinden. Welche Kräuter kühl gehören, warum Basilikum eine Ausnahme ist und was du mit Überschüssen machst.

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Petersilie und Schnittlauch im Tuch neben Basilikum und Rosmarin

Kräuter bleiben nicht alle am selben Ort frisch: Petersilie und Schnittlauch sind im Gemüsefach gut aufgehoben, Basilikum steht besser bei Zimmertemperatur. Was du bald brauchst, lagerst du möglichst unzerkleinert. Größere Überschüsse frierst du portionsweise ein oder trocknest sie – abhängig von der Sorte und davon, wofür du sie später verwenden möchtest.

Entscheide gleich nach dem Einkauf: Welche Menge kommt ins nächste Gericht, welche bleibt übrig? Ein halber Bund Petersilie lässt sich jetzt leicht aufteilen. Wartest du, bis die Blätter matschig sind, hilft auch die beste Aufbewahrung nicht mehr.

Welche Kräuter gehören wohin?

Kraut Lagerung und Überschuss
Petersilie Frisch: Unzerkleinert, locker in ein leicht feuchtes Tuch, ins Gemüsefach.
Reserve: Portionsweise einfrieren, etwa für Suppe oder Kräuterquark.
Schnittlauch Frisch: Unzerkleinert und locker eingewickelt im Gemüsefach.
Reserve: In Röllchen einfrieren.
Basilikum Frisch: Bei Zimmertemperatur; geschnittene Stängel können in ein Glas Wasser.
Reserve: Für warme Gerichte portionsweise einfrieren.
Rosmarin und Thymian Frisch: Frische Bundware im Gemüsefach lagern.
Reserve: Gut zum Trocknen geeignet.

Die Ausnahme für Basilikum nennt das Bundeszentrum für Ernährung in seiner Lagerübersicht. Eine Topfpflanze behandelst du außerdem anders als abgeschnittene Bundware: Sie braucht einen geeigneten Standort und Wasser, nicht eine geschlossene Vorratsdose.

Petersilie und Schnittlauch: leicht feucht, ohne Wasserbad

Sortiere beschädigte Teile aus und lass den übrigen Bund möglichst ganz. Befeuchte ein sauberes Tuch, drücke es gut aus und schlage die Kräuter locker darin ein. Es soll sich feucht anfühlen, aber nicht tropfen. Lege den Bund geschützt ins Gemüsefach und kontrolliere ihn beim nächsten Kochen.

Vor der Verwendung wäschst du die benötigte Menge und tupfst sie vorsichtig ab. Schneide nur so viel, wie du gerade brauchst. Das BZfE empfiehlt schonendes Zerkleinern kurz vor dem Essen. Petersilie lässt sich mit einem scharfen Messer schneiden, Schnittlauch mit einer sauberen Küchenschere direkt über der Schüssel.

Ein praktischer Ablauf: Für den heutigen Kartoffelsalat nimmst du einen Teil des Schnittlauchs heraus. Den Rest lässt du als ganze Halme liegen oder frierst ihn gleich ein. Alles vorsorglich klein zu schneiden schafft unnötige Arbeit, wenn du noch gar nicht weißt, wann du es brauchst.

Basilikum braucht einen anderen Platz

Stelle abgeschnittene Basilikumstängel in ein sauberes Glas mit etwas Wasser; die Blätter bleiben oberhalb der Wasserlinie. Kontrolliere das Wasser regelmäßig und ersetze es, wenn es verunreinigt ist. Wähle einen Platz ohne direkte Hitze und nutze die Blätter zeitnah. Eine dunkle Kühlschrankecke ist für diesen Zweck nicht die passende Standardlösung.

Bei Topfbasilikum achtest du darauf, dass überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Ernte für dein Gericht nur die benötigte Menge. Gelbe, schlaffe oder dunkle Blätter können verschiedene Ursachen haben; aus der Farbe allein lässt sich die Genießbarkeit nicht zuverlässig beurteilen. Schimmelige, schleimige oder faulig riechende Kräuter werden entsorgt, nicht zu einem Vorrat verarbeitet.

Kräuter einfrieren: nach dem späteren Gericht portionieren

Wasche geeignete frische Kräuter, tupfe sie ab und zerkleinere sie. Fülle kleine Portionen in einen geeigneten Gefrierbehälter. Alternativ kannst du gehackte Kräuter mit wenig Wasser in einer Eiswürfelform einfrieren. Diese Methode beschreibt auch das BZfE-Kräuterporträt.

Denke dabei in Küchenaufgaben: eine Portion Petersilie für einen Topf Suppe, eine kleine Portion Schnittlauch für einen Dip. Beschrifte Sorte und Einfrierdatum. Ein großer gemischter Kräuterblock ist unpraktisch, wenn du später nur etwas Schnittlauch brauchst. Wasserwürfel passen besonders zu Gerichten, in denen die zusätzliche Flüssigkeit nicht stört.

Gefrorene Kräuter sind nach dem Auftauen kein gleichwertiger Ersatz für dekorative frische Blätter. Plane sie als Würze ein. Für weitere Gemüseüberschüsse findest du passende Methoden unter Gemüse haltbar machen.

Rosmarin und Thymian trocknen und richtig verpacken

Robuste Kräuter wie Rosmarin und Thymian eignen sich gut zum Trocknen. Hänge kleine Bündel an einem trockenen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonne auf oder lege sie locker auf sauberes Papier. Packe die Kräuter erst weg, wenn sie vollständig durchgetrocknet sind. Das österreichische Gesundheitsportal erklärt die Unterschiede zwischen Trocknen und Einfrieren; für Petersilie, Basilikum und Schnittlauch ist Einfrieren meist die passendere Wahl.

Für vollständig getrockneten Rosmarin oder Thymian empfehlen wir unsere kleinen Vaku-Gläser im 3er-Set. Wähle die 230-ml-Variante für kleine Gewürzvorräte: Du kannst Kräutersorten getrennt beschriften und entnimmst gezielt die benötigte Menge. Lagere das transparente Glas dunkel und fülle nur vollständig trockene Kräuter ein. Die Empfehlung gilt dem Trockenvorrat; frische Bundkräuter behandelst du wie oben beschrieben. Hier wählst du die passende Glasgröße.

Schreibe die Sorte aufs Gefäß, statt später am Aussehen zu rätseln. Wie sich solche kleinen Vorräte übersichtlich einordnen lassen, zeigt unser Ratgeber Vorräte in Gläsern organisieren.